FOSSGIS OSM Communitytreffen 2026 Nummer 25/AG Grundsatz-Text
Argumentarium Open Data / Open Source[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Was ist das hier?[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Ein Textvorschlag aus der AG Grundsatz... hier so wie er in der Runde auf dem Arbeitstreffen diskutiert und kommentiert wurde.
Text:[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Einleitung f. Argumentarium
Geodaten sind heute eine unsichtbare, aber fundamentale Infrastruktur unserer Gesellschaft. Sie werden nicht nur in speziellen Geoinformationssystemen (GIS) von Experten*innen genutzt, sondern steuern täglich unzählige Entscheidungen und Abläufe, oft ohne dass uns dies bewusst wird. Einfach gesagt: ohne Geodaten und entsprechende Software könnte niemand im Supermarkt etwas einkaufen, keine Wetter-App würde funktionieren, kein Handy-Foto könnte verortet werden.
Wir denken selten darüber nach, dass wir Geoinformationen nutzen. Wir denken: „Ich navigiere" oder „Ich bestelle Essen". Der technologische Aspekt (die Geodaten) verschwindet hinter der menschlichen Absicht. Erst wenn etwas schiefgeht – z. B. wenn das GPS-Signal abbricht oder eine Karte falsch ist – wird die Existenz und Abhängigkeit von diesen Daten plötzlich „sichtbar" und störend.
Auch wenn wir Geodaten unbewusst nutzen, werden unsere Geodaten sehr bewusst genutzt, denn sie sagen sehr viel über uns aus. # dieser Gedanke wird hier nicht weiter ausgeführt!
Geodaten sind wie der Strom in der Steckdose. Wir nutzen ihn, um Licht zu haben oder den Computer zu betreiben, aber wir sehen den elektrischen Fluss nicht. Erst wenn der Strom ausfällt, merken wir, wie fundamental er für unser Funktionieren ist. Genauso ist es mit Geodaten: Sie sind die Infrastruktur, die den digitalen Raum mit dem physischen Raum verbindet, aber sie bleiben im Hintergrund der Benutzeroberfläche verborgen.
Die Software selbst ist sichtbar – sie ist die App auf deinem Handy, das Dashboard im Büro oder das Programm auf dem Server. Was unsichtbar bleibt, ist die Komplexität der Verarbeitung: Wie die Daten zusammenfließen, wie die Algorithmen funktionieren und wie die riesigen Datenmengen im Hintergrund organisiert sind.
Wichtige Anwendungsbereiche im täglichen Leben
Navigation und Mobilität Das alltägliche Beispiel ist die Navigation. Apps wie Google Maps, Apple Maps oder Waze # hier weitere? keine Markennamen!! oder allgemeiner fassen "Kartenapps" ( wir nutzen Apps, um Wege zu finden...)
nutzen Geodaten in Echtzeit, um Routen zu berechnen, Staus zu erkennen und alternative Wege vorzuschlagen. Aber es geht tiefer: # aber auch andere Branchen
- Logistik: Lieferdienste optimieren ihre Routen basierend auf Verkehrslage und Adressdaten, um Pakete effizient zuzustellen.
- Öffentlicher Verkehr: Fahrpläne und Echtzeit-Verfolgung von Bussen und Bahnen basieren auf präzisen Standortdaten.
- Carsharing und E-Scooter:Die Verfügbarkeit und Rückgabeorte dieser Fahrzeuge werden durch Geofencing (virtuelle geografische Grenzen) gesteuert.
Katastrophenschutz und Sicherheit Bei Naturkatastrophen wie Überschwemmungen, Waldbränden oder Erdbeben sind Geodaten lebenswichtig.# Bevölkerungschutz mit einbauen
- Rettungskräfte: Einsatzkräfte, z.B. die Feuerwehr, nutzen Kartenmaterial, um schnell zum Einsatzort zu gelangen und Gefahrenzonen zu identifizieren.
- Frühwarnsysteme analysieren geografische Daten (z. B. Geländehöhen, Flussverläufe), um Hochwasser oder Erdrutsche vorherzusagen und Warnungen an betroffene Personen in diesen Regionen zu senden.
- Notrufortung: Bei einem Notruf (z. B. 112) wird der Standort des Anrufers automatisch ermittelt, um Hilfe zu schicken, auch wenn der Anrufer den Ort nicht nennen kann.
Umweltmonitoring und Land- / Forstwirtschaft
- Präzisionslandwirtschaft: Landwirte nutzen offene Satellitendaten und GPS, um Dünger und Wasser genau dort einzusetzen, wo sie benötigt werden. Das spart Ressourcen und schont die Umwelt. # hier auch die Forstwirtschaft mit rein
- Klimaforschung: Satelliten erfassen Veränderungen von Gletschern, Waldbeständen und Meeresoberflächen, um Klimamodelle zu erstellen und politische Entscheidungen zu untermauern. # offene Bereitstellung nennen
- Stadtplanung: Geodaten helfen bei der Analyse von Hitzeinseln in Städten oder der Planung von Grünflächen.
- # Fehlt noch: Verkehr; Wetter
Wirtschaft
- Standortanalyse: Einzelhändler und Gastronomieunternehmen nutzen demografische und geografische Daten, um zu entscheiden, wo sie neue Filialen eröffnen, um die beste Kundschaft zu erreichen.
- Versicherungen: Versicherer nutzen frei verfügbare Geodaten zur Risikobewertung (z. B. liegt ein Haus in einer hochwassergefährdeten Zone?), was sich direkt auf die Prämien auswirkt. (Bsp. Telematiktarife für PKW)
- Immobilien: Portale zeigen nicht nur Preise, sondern auch die Lage, Entfernung zu Schulen, Einkaufsmöglichkeiten oder Lärmbelastung an – alles geografisch verknüpfte Daten.
Gesundheitswesen # könnte ggf. zu Katastrophenschutz und Stadtplanung zugeteilt werden
- Epidemiologie: Während Pandemien wurden Geodaten genutzt, um Ausbreitungsmuster von Viren zu verfolgen und Hotspots zu identifizieren. # Beispiel Corona-Hotspot-Karten
- Ressourcenplanung: Die Verteilung von Krankenhäusern und Arztpraxen wird oft basierend auf der Bevölkerungsdichte und Erreichbarkeit geplant. # zu Stadtplanung-
Smart Cities und Infrastruktur Moderne Städte nutzen Geodaten, um den Energieverbrauch zu optimieren (intelligente Straßenbeleuchtung), Müllabfuhr-Routen dynamisch anzupassen oder den Zustand von Brücken und Straßen zu überwachen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Geodaten die „unsichtbaren Fäden" sind, die unsere physische Welt mit der digitalen Welt verbinden. Sie ermöglichen Effizienz, Sicherheit und bessere Entscheidungsfindung in fast jedem Bereich des modernen Lebens. Ohne sie wären viele der Dienstleistungen, die wir als selbstverständlich betrachten, gar nicht möglich.
Nutzung von Künstlicher Intelligenz
In vielen dieser Anwendungsbereiche werden heute bereits Fragestellungen durch den Einsatz von KI/LLM gelöst. Für sensible Fragestellungen braucht man eine validierte Datengrundlage.
Hauptvorteile von Open-Source-GIS-Software
Kosteneffizienz: Die offensichtlichste Stärke liegt in den deutlich geringeren Lizenzkosten. Während proprietäre GIS-Lösungen oft hohe jährliche Gebühren verlangen, können Open-Source-Tools wie QGIS, GRASS GIS oder PostGIS ohne Lizenzkosten eingesetzt werden. Dies ermöglicht insbesondere öffentlichen Institutionen, NGOs und kleineren Unternehmen den Zugang zu professionellen Geodaten-Tools.
Transparenz und Sicherheit: Da der Quellcode einsehbar ist, können Sicherheitslücken schneller identifiziert und behoben werden. Für Behörden und Organisationen mit sensiblen Geodaten bedeutet dies mehr Kontrolle über die verwendeten Systeme und weniger Abhängigkeit von einzelnen Anbietern.
Interoperabilität und Standards: Open-Source-Projekte unterstützen häufig offene Standards (wie OGC-Standards: WMS, WFS, GML), was den Austausch von Geodaten zwischen verschiedenen Systemen erleichtert. Proprietäre Lösungen neigen hingegen manchmal zu geschlossenen Dateiformaten.
Kein Vendor Lock-in: Organisationen bleiben unabhängig von einzelnen Herstellern. Bei proprietärer Software kann ein Wechsel des Anbieters oder Preiserhöhungen erhebliche Risiken darstellen. Mit Open Source behalten Nutzer die Kontrolle über ihre Infrastruktur.
Anpassbarkeit und Erweiterbarkeit: Der Code kann an spezifische Anforderungen angepasst werden. Für Nischenanwendungen im Geobereich – etwa spezielle Umweltmonitoring-Systeme oder lokale Katasterlösungen – ist diese Flexibilität entscheidend.
Wert offener Geodaten
Datensouveränität: Offene Daten ermöglichen es Gemeinden und Bürgern, auf amtliche Geodaten zuzugreifen und diese für eigene Analysen zu nutzen. Projekte wie OpenStreetMap zeigen, wie dezentrale Gemeinschaften hochwertige Kartenmaterialien erstellen können.
Innovationsbeschleunigung: Forschungseinrichtungen und Start-ups können auf bestehende Datensätze aufbauen, ohne diese selbst erheben zu müssen. Dies fördert neue Anwendungen in Bereichen wie Klimaforschung, Stadtplanung oder Logistik.
Reproduzierbarkeit wissenschaftlicher Arbeit: In der Forschung sind offene Daten essenziell, um Ergebnisse nachvollziehbar und überprüfbar zu machen. Geowissenschaftliche Studien profitieren besonders davon, wenn verwendete Datensätze öffentlich zugänglich sind.
Bürgerbeteiligung: Offene Geodaten ermöglichen transparente Entscheidungsprozesse. Bürger können Planungen nachvollziehen, eigene Analysen durchführen und fundierter an öffentlichen Diskussionen teilnehmen.
Fazit
Der Gesamtnutzen von FOSS und offenen Daten im Geobereich überwiegt die Nachteile deutlich, insbesondere für öffentliche Einrichtungen, Forschung und gemeinnützige Organisationen. Die Kombination aus kostengünstiger Software und zugänglichen Daten schafft eine demokratischere Landschaft der Geoinformation, die Innovation und Transparenz fördert.
Entscheidungshoheit, Risikominimierung und Unabhängigkeit sind in der sich aktuell ändernden politischen Weltordnung für die Souveränität eines Landes und all seinen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Akteuren von zentraler Bedeutung - das gilt in einer modernen digitalen Welt auch in Bezug auf Geodaten und die sie verarbeitenden Software.
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Feedback Text im Rahmen Arbeitstreffen + Änderungs- und Formulierungsvorschläge
- Inkonsistent zw. Daten und Software
- was steht im Vordergrund (Daten und Software)?
- Was ist das Ziel des Textes?
- Einführung in Thematik?
- ISt es für User, um Entscheidung zu erleichtern?
- Ist es ein Grundsatzpapier, wie der FOSSGIS sich darstellt
- Zusammenfassung für Externe, was wir eigentlich machen, dient aber für uns als Argumentarium
- Einleitung ist eine gute Einführung für Laien ...
- wie wollen wir die Geschichte erzählen?
- Zielgruppenspezifischer formulieren (Entscheider, Konsumer)
- für Laien, eigentlich alle - einfacher formulieren
- Fragmentetextwerk nicht sinnvoll
- wir wollen uns erklären.
- Wer sind unsere Zielgruppen?
- jedermensch soll verstehen, wofür wir uns einsetzen
- Text für uns, um es Jedermensch nahe zu bringen
- Einstiegsidde: wir sind hier der FOSSGIS, wir machen dies und das... (siehe Kontext, wo Text erscheint) oder am Ende, aus diesem Grund hat FPOSSGIS
- ? Begründet FOSSGIS damit seine Existenz als Verein?
Text, um Thema nahe zubringen? "Evangeliumszettel"
- Einstieg so formulieren, dass ...
Anwendungsbereiche
- Trennen nach Software und Daten? --> nein
- Anordnung der Absätze
- Katastrophenschutz zuerst
- warum die drei größten Martkteilnehmer benannt? (keine Markennamen, Plattformunabhängig formulieren)
- Diskussion um Markenname benennen oder nicht
- Karten und Navigation trennen?
- Vorschlag alternative Formulierung: wir nutzen Apps, um Wege zu finden
- Thema Katastrophenschutz und Sicherheit
- gängige Begriffe, wie Bevölkerungschutz verwenden
- Feuerwehr mit reinnehmen, Hydranten - als Untervariante von Rettungskräfte,
- Umweltmonitoring & Landwirtschaft + Fortwirtschaft
- Welche Anwendungsbereiche wollen wir sehen:
- Wetter, Verkehrsplanung, Geofencing, ...
- Argumente für offene Geodaten bringen, anstatt zu viele Anwendungsfelder aufzuzählen
- Cluster: Stadt und Raumplanung - und Anwendungsbreiche zuordnen
... wie geht es jetzt weiter?
jede*r kann diesen Text auf der Diskussionsseite diskutieren und / oder Textvorschläge zum nächsten Treffen der AG Grundsatz am 02.06.2026 mitbringen