Am 13. und 14. Juni 2026 hat sich die Arbeitsgruppe OSM-Schulung des FOSSGIS e.V. in den Räumen der Koordinierungsstelle in Berlin getroffen und gemeinsam an inhaltlichen und organisatorischen Fragen des Projektes gearbeitet.
Einige der von weit her angereisten Teilnehmenden (Stuttgart, München, Ruhrgebiet, Dresden) nutzten die Gelegenheit, die lokale Community am Freitagabend am OSM-Stammtisch Berlin/Brandenburg zu treffen, welcher regelmäßig in Berlin oder Brandenburg stattfindet.
Die Arbeitsgruppe widmet sich den gesamten Samstag inhaltlichen und organisatorischen Fragen des Projektes. Das Gesamtkonzept der OSM-Schulung wurde verfeinert, indem einzelne Inhalte sowie zielgruppenspezifische Anforderungen herausgearbeitet wurden. Schwerpunkt bildete dabei, wie man OpenStreetMap und seine Arbeitsweise vorstellt. Hier zeigte sich, dass ein Präsenstreffen ermöglicht, dass sich die Arbeit intensiver gestaltet, weil die Gruppe schon viele Erfahrungen aus dem Schulungskontext sowie viel Fachlichkeit in OSM-Fragen mitbringt und Raum für Austausch da ist.
Die Inhalte zu OSM sollen über einzelne Module mit unterschiedlichen Schwerpunkten vermittelt werden. Diese haben den Anspruch, sowohl Grundlagen als auch praktische Anwendung zu verbinden. Die OSM-Schulungen sollen Menschen dazu befähigen, das OpenStreetMap-Projekt zu verstehen und sie zum Beitragen motivieren. Ziel ist, dass die Teilnehmenden der Schulung ein Gefühl für das Communityprojekt bekommen und verstehen, dass es keine zentrale Steuerung gibt.
Wichtig ist dabei, dass die Community sowie die Beteiligung dieser am Gesamtprojekt inklusive Mappingpraxis erklärt werden. Wie laufen Aushandlungsprozesse? Wo sind Gesprächskanäle? Wo findet man Expert:innen oder lokale Gruppen vor Ort?
Einzelne Diskussionen und Interviews mit Vertretern potenzieller Schulungsinteressenten zeigten, dass es nicht möglich ist, eine standardisierte Schulung zu entwickeln und loszulegen, sondern dass es davon abhängt, was jeweils für die Zielgruppe relevant ist. Dafür ist es notwendig, Zielgruppenwünsche zu erfassen und zu implementieren. Auch organisatorische und technische Fragen wurden diskutiert, u.a. Aufgaben für die neu entstehende Stelle zur Koordinierung und auch das Design und die technische Umsetzung der Folienerstellung. Dabei wurde deutlich, dass für gute Schulungen eine vertiefte Auseinandersetzung mit den jeweiligen Gebieten der zu Schulenden notwendig ist. Als Lösung wurde über die Möglichkeit einer gegenseitigen Hospitation nachgedacht.
Das Fazit der Beteiligten war, dass das Treffen ein wertvoller Einstieg in die Erstellung der Schulungsunterlagen ist. Vielleicht gibt es zum Ende des Jahres ein weiteres Präsenztreffen.
Bis dahin wird online gemeinsam weitergearbeitet.